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Liebes Tagebuch,

um später, an kalten Winterabenden, hoffentlich vor einem knisternden Kamin und mit einer netten Pfeife in der Hand, meinen Enkeln erzählen zu können, wie das "damals, in den guten, alten Zeiten" war, möchte ich dir die Erlebnisse der Sippe "Bewahrer der Westens" anvertrauen. Die früheren Einträge berichten noch von den "Bewahrern der Ehre", bevor diese sich mit "In Aeternum" zusammengeschlossen haben.

Dein Takk!

 

postheadericon 15.1.11: Ein Tag mit In Aeternum

Heute bin ich mit meinen Freunden und Verbündeten zu einer großen Wanderung aufgebrochen. Meanora von In Aeternum hatte uns eingeladen, mit ihr und ihren Getreuen einen schönen Tag voller Spaß, Musik und Speis und Trank zu verbringen - wie konnte ich dazu nein sagen?

Also trafen wir (Tikks, Rhallan, Nonan, Paldur und ich) uns früh morgens (es war noch dunkel!) mit einenm großen Teil unserer Bündnissippe (sogar Tannenhirsch war dabei!) an der Westmauer von Bree, von wo aus uns Meanora zu einem alten Gasthof in Bree führte, wo sie uns ein Willkommenslied spielte. Danach brachen wir auf und wanderten los Richtung Auenland.
Um in die lange Wanderung ein wenig Kurzweil zu bringen, sang uns Tikks ein berühmtes Hobbit-Reiselied:

"Die Straße gleitet fort und fort,
Weg von der Tür, wo sie begann,
Weit überland, von Ort zu Ort,
Ich folge ihr, so gut ich kann.
Ihr lauf ich raschen Fußes nach,
Bis sie sich groß und breit verflicht
Mit Weg und Wagnis tausendfach.
Und wohin dann? Ich weiß es nicht."

Kurz darauf mussten wir eine kleine Rast einlegen, weil einer von uns kurz einem dringenden Bedürfnis folgen musste und sich dabei prompt im Alten Wald verlief, woraufhin die ganze Gruppe ihn suchen ging - und ihn auf der Feuerlichtung wiederfand.
Die Elben waren an der Geschichte dieses Ortes interessiert, und so erzählte ihnen Tikks, dass die Lichtung ein Überbleibsel aus den Tagen war, in denen der Wald versuchte, den Hohen Hag zu überwinden und die sich verzweifelt wehrenden Hobbits gezwungen waren, ein großes Feuer zu entzünden, das dem Wald als Warnung dienen sollte.
Wieder vereint verließen wir schnell den Alten Wald, überquerten den Brandywein (ohne Brücke oder Boot!) und machten uns auf den Weg zum alten Bauer Maggot, um ihm und seinen "braaaaven" Hunden noch einen Besuch abzustatten. Tikks musste natürlich wieder auf den Zäunen laufen, was in einem geprellten Knöchel und viel Geschrei und Tränen endete. Zum Glück hatten wir einige Heilkundige bei uns, die die Schmerzen schnell lindern konnten, sodass wir bald dem alten Maggot Hallo sagen konnten und uns in der zweifelhaften Gegenwart seiner Hofhunde Fang, Greif und Wolf wiederfanden.

Ein wenig melancholisch gestimmt durch die hobbitische Heimatverbundenheit verspürte auch Meanora den Wunsch, ihren Gefährten etwas von ihrer Heimat zu zeigen und führte uns auf seltsamen Pfaden nach Bruchtal. Ich frage mich immer noch, wie wir so schnell dort ankamen, aber..... naja, unser Misstrauen dem Großen Volk gegenüber ist wohl doch nicht ungerechtfertigt, so geheimnisvoll, wie sie oft sind.

Meanora führte uns durch die Eingangshalle des Heimeligen Hauses hinauf auf eine Terasse, wo wir einen beeindruckenden Wasserfall betrachten konnten. Danach durften wir bei einem kleinen Imbiss einem alten, elbischen Reinigungsritual beiwohnen, dessen Sinn ich nicht so richtig begriffen hatte. Mir wurde aber versichert, dass es seeeehr wichtig sei. Hm.
Im Anschluss führte uns Meanora zu Herrn Elronds Bibliothek (selbiger war sogar anwesend!), um uns eine Geschichte vorzulesen, die sie als Kind (Mädchen? Elbchen?) immer gerne hörte.
Die Geschichte stand in einem großen roten Buch mit goldenen Seiten und berichtete von der rührenden Geschichte von Anneauniel und Lhuniel und ihrem beinahe aussichtslosen Kampf gegen eine Ork-Horde.
Keiner der Anwesenden konnte sich dem Zauber der geschickt gesponnenen Worte entziehen, sodass in den meisten Augen am Ende Tränen glitzerten.
Dann verschenkte Meanora noch selbst geschmiedeten Schmuck an, wie sie sagte, ihre lieben Freunden und Verbündeten, in der Hoffnung, dass das Band der Gemeinschaft uns noch enger verflechte.

Nach diesem kurzen Abstecher nach Bruchtal kehrten wir ins Auenland zurück, und angesichts der vorgerückten Stunde beschlossen wir, unser Lager in Wegscheid aufzuschlagen, wo so mancher gute Tropfen gereicht und so manche leckere Speise zubereitet und genossen wurde. Meanora, Bamgler und Tannenhirsch  begleiteten mit einigen sehr schönen Liedern unser kleines Fest. Es wurde viel getanzt, erzählt und gelacht.
Als die Sterne hell genug am Himmel funkelten, erzählte ich der Gemeinschaft von den Himmelsbildern unseres Volkes: Von "Marcho und Blanco" im Osten, "Lobelia, dem Huhn", im Südosten, der "Karte" im Südwesten, der "Egge" im Norden und vom "Auge des Bären", einem Stern, der immer an der gleichen Stelle des Himmels steht und uns Hobbits, einigen uralten Legenden zufolge, Glück bringt und beschützt.
Nach einer kurzen Nachtruhe (wir Hobbits waren von der vielen Lauferei ziemlich erschöpft) rundeten wir diesen schönen Tag durch einen Besuch im Tänzelnden Pony zu Bree ab, wo noch einmal die Becher geleert und die Stimmen erhoben wurden.
Auch Tikks lies sich zu einem kurzen, stimmungsvollen Lied hinreissen, das allen gut gefiel und das für uns dann auch das Zeichen zum Aufbruch war.
Es war wirklich ein sehr schöner Tag, wir haben ihn sehr genossen und freuen uns auf das nächste Ereignis dieser Art!

 

postheadericon 13.1.11: Nadelstiche

Nach unserem Rückzug aus Carn Dum konnten wir bei einigen Menschen unterschlüpfen, die sich als Rat des Nordens bezeichnen und die das Feuer der Hoffnung in diesem sonst so öden Land am Leben erhalten. Diese machten uns auf einige schwache Punkte des Gegners aufmerksam, und heute haben Paldur, Flamingarrow, Tikks und ich der Eisernen Krone durch Störaktionen in Maethad und Imlad Balchiorth hoffentlich eine schlaflose Nacht bereiten können.

 

 

postheadericon 9.1.11: Rachetag

Heute war der Tag der Vergeltung! Nachdem das Böse uns in letzter Zeit immer wieder aufgelauert hatte, beschlossen wir, den Krieg in die Hauptstadt des Feindes zu führen und sicherten für dieses Unterfangen zunächst die Gegend um Urugarth. Voller Elan trieb Esgalcair die verwirrten Gegner vor uns her, unterstützt von Voivuins Heilungen und Paldurs Motivationen, während Nonan, Miranor und ich aus den hinteren Reihen Tod und Verderben säten.
Solchermaßen wurde der Weg ins Herz des Feindeslandes gesäubert, und so griffen wir (in etwas anderer Besetzung und mit frisch eingetroffener Verstärkung in Form von Dorywens kleinem Hüter und dem elbischen Jäger Melandanor) die Stadt Carn Dum an. Es gab einige Verluste auf dem Weg ins Stadtinnere; insbesondere die Kanalisation verschlang einige unserer Helden, bis die Wucht unseres Angriffs nach der Beseitigung des geflügelten Schreckens Azgoth erlahmte und wir uns zurückziehen mussten, um unsere Wunden zu lecken und neue Kräfte zu sammeln.
Doch eins ist gewiss: Wir werden zurückkommen und unser Werk vollenden!

 

 

postheadericon 7.1.11 Der See der Morgenröte

Unsere Reise durch das schöne Evendim geriet heute mal wieder völlig aus der Bahn. Ich frage mich, ob wir das Pech gepachtet haben....
Nach einer Übernachtung auf Tinnudir und einem durchaus reichhaltigen Frühstück führte uns unser Weg  auf die Inseln Tyl Ruinen und Rantost, weil man uns sagte, dass dort sehenswerte Ruinen langsam zu Staub zerfielen. Leider wurde unsere Gruppe (Tikks, Nonan, Paldur, Esgalcair, Mugda und ich) an beiden Orten von der einheimischen Fauna (Salamander und Grabräuber) immer wieder angegriffen. Als wir versuchten, die Angreifer abzuschütteln, gerieten wir anscheinend unabsichtlich in ein Lager von Bilwissen, die uns auch nicht gerade herzlich empfingen. Wir teilten den Bilwissen mit, dass wir von ihrer Anwesenheit in Evendim nicht begeistert sind, und nach genügend Prügel machten sich die meisten (also die, die noch gehen oder kriechen konnten) auch kleinlaut aus dem Staub.
Unsere Reise endete hoch oben im westlichen Gebirge, wo wir auf Riesen stießen, die sich Bären halten wie andere Leute Katzen. Leider waren die Riesen ungleich feindseliger als Katzenbesitzer, aber wir konnten ihnen am Ende beweisen, dass auch Hobbits, die ihnen nicht mal bis zum Schienbein reichen, ernstzunehmende Gegner sein können.