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Liebes Tagebuch,

um später, an kalten Winterabenden, hoffentlich vor einem knisternden Kamin und mit einer netten Pfeife in der Hand, meinen Enkeln erzählen zu können, wie das "damals, in den guten, alten Zeiten" war, möchte ich dir die Erlebnisse der Sippe "Bewahrer der Westens" anvertrauen. Die früheren Einträge berichten noch von den "Bewahrern der Ehre", bevor diese sich mit "In Aeternum" zusammengeschlossen haben.

Dein Takk!

 

postheadericon 14.2.2011: Ruhige Tage

Zur Zeit ist alles ruhig.... die meisten von uns entspannen sich,  erledigen kleinere Aufträge, handwerkeln ein bisschen oder kümmern sich um Angelegenheiten, die schon lange warten.
Nur Pryllia, Nonans heilkundige Menschenfreundin, arbeitet wie besessen an ihrer Karriere, weil sie so gerne in die Fußstapfen des Zwergenbarden Thorbred treten möchte. Vorgestern schlug sie sogar ein Angebot von unserem guten, alten Nauc aus, ihn bei einer Reisegruppe zu begleiten.
Nauc hatte Informationen über Bilbo und Frodo Beutlin, die ja nun schon seit einiger Zeit verschollen sind, und lud uns ein, ihn zu begleiten. Tikks, Paldur, Wallik, Dunwic und ich folgten seinem Ruf, und auf dem Weg teilte Nauc mit uns sein großes und detailliertes Wissen.
Wir folgten Frodos Spuren quer durchs Auenland von Hobbingen bis nach Krickloch, durchquerten den Alten Wald, und rasteten im Tänzelnden Pony in Bree, bevor wir wieder aufbrachen und durch die Mückenwassermoore auf die Wetterspitze zueilten. Dort fanden wir eine verlassene Lagerstätte, die durchaus die von Frodos Gruppe gewesen sein könnte (denn mit ihm waren allem Anschein nach Sam Gamdschie, Peregrin Tuk und Meriadoc Brandybock verschwunden).
Die Spuren führten uns immer weiter nach Osten, durch die Einsamen Lande, über die Letzte Brücke, quer über die Trollhöhen, bis wir schließlich Bruchtal, das die Elben Imladris nennen, erreichten und dort schließlich auch auf Frodo, Bilbo, Meriadoc, Peregrin und Samweis trafen, die uns von ihrer abenteuerlichen Reise (jedoch nicht von deren Grund) erzählten und, erfreut darüber, endlich mal wieder andere Hobbits (und Zwerge) zu sehen, einen geselligen Abend mit uns verbrachten. Sogar Gandalf, der auch zufällig in Bruchtal weilte, schaute kurz herein und trank ein Bier oder zwei.
Danach kehrten die meisten wieder nach Hause zurück, nur die Mutigeren wollten sich den eisigen Schrecken des Nebelgebirges oder anderen Gefahren im Süden stellen.

Ja, es sind ruhige Tage - doch wie ich uns kenne, wird die nun gesammelte Energie uns bald wieder in ein neues Abenteuer voller Kämpfe. List und Heldentum führen.

PS: Ich versteck Dich, mein kleines Tagebuch,  von nun an lieber auf dem obersten Brett meines Vorratsregals, damit nicht ständig Leute in Dir lesen oder gar selbst Einträge verfassen. (Auch wenn Nonans Schilderung über die Befreiung der Sechzehnten Halle packend und faszinierend war...)

 

postheadericon 3.2.2011: In dunklen Tiefen

Liebes Tagebuch,
nun lagst Du hier unbeaufsichtigt auf einer kleinen Hobbit-Bank, während Dein Besitzer sich mit seiner Freundin Tikks einen schönen Tag macht. Da hinterlasse ich, Nonan, ein paar Zeilen, damit Dein Besitzer weiß, wass wir ohne die beiden vollbracht haben.
Sehr kurzfristig ereilte uns der Ruf, dass Orks und anderes dunkles Ungeziefer die 16. Halle erneut in Dunkelheit gehüllt hat. Da dies selbstverständlich nicht so bleiben sollte brachen Paldur und ich gemeinsam mit einigen Verbündeten (Meanora, Bamgler, Voivuin und Tannenhirsch) auf, um die 16. Halle zurück zu fordern. Weitere Helfer mussten wir auf dem Weg dorthin sogar zurück lassen, da eine zu große Gruppe die Aufmerksamkeit des Auges des Feindes erregt hätte.
Erfolgreich kämpften wir uns durch Heerscharen von Orks bis zu deren Anführer, den wir kurzerhand an einen Ort beförderten, wo er über seine Missetaten nachdenken kann.
Den Globsnaga stellten wir uns als nächstes - und auch wenn wir leider oft sehr viele aus ihrem Schlummer erweckten, so gelang es uns doch, auch diese Gefahr in der 16. Halle zu bannen. Hilfreich war vielleicht eine merkwürdige Krankheit - tote Globsnage, aus deren Leibern giftsprühende Kriecher hervorkrochen, erwarteten uns an jeder Ecke.
Kurz vor unserem Verlassen dieses ungastlichen Ortes, während wir eine Unzahl widerlicher und fleischhungriger Käfer töteten, musste Meanora einem Ruf aus ihrer Heimat folgen. Doch mit neuer tatkräftiger Unterstützung gelang es uns, den Ausgang zu erreichen und zerbrochene Chitinleiber hinter uns zurückzulassen.
Leider muss ich also schreiben, liebes Tagebuch, das es ein sehr blutiger Tag war. Aber mit nur ein wenig Glück haben wir den Schatten über den Hallen der Zwerge für einige Zeit gehoben ... gänzlich wird er wohl nie aus Moria schwinden, solange noch Elben unter den Sternen Rhovanions wandeln.

Nonan

 

postheadericon 30.1.11: Rachetag, Teil II

Nach Wochen der Vorbereitung und Planung nahmen wir noch einmal den Sitz des Falschen Königs von Angmar in Angriff, und diesmal hatten wir den Überraschungsmoment wieder auf unserer Seite - vielleicht auch durch die Nadelstiche, die wir der Eisernen Krone in der letzten Zeit immer wieder versetzt hatten.
Die Wachen waren sehr nachlässig, sodass wir viele Posten überrumpeln konnten, und auch die höheren Ränge im Schloss ließen sich schnell beseitigen. Mein Freund Tvistur, Tikks' Freundin Morneth, Rhallan, Paldur und Nonan kamen sehr einfach bis zum Thronsaal, wo uns die Leibgarde Mordiriths (Waldtrolle, Geisterriesen, und diese seltsamen, ekelhaften untoten Arme) erwarteten. Allerdings konnte auch diese Kreaturen uns nicht lange Widerstand leisten, bis wir den Herrn Angmars persönlich herausfordern und, nach kurzem, aber heftigem Kampf, niederringen konnten.

Morneth dachte sogar daran, den Spiegel aus dem Thronsaal mitzunehmen, als Trophäe unseres Sieges. Er hatte zwar in den Kämpfen etwas abgekriegt, und wenn man genau hineinschaut, meint man, immer noch das Abbild seines früheren Besitzers in ihm zu erblicken, aber er ziert nun unser Sippenheim und wird uns noch lange an diesen Tag erinnern - wahrscheinlich länger als die Eiserne Krone braucht, um einen neuen König auszurufen.

 

postheadericon 22.1.11: Von Fischen und Orks

Ganz entspannt und harmlos fing dieser Tag an: Ich traf mich mit Theophanus und einem neuen Freund, einem Zwerg namens Azhkahal, auf Tinnudir, um ein paar Leinen auszuwerfen und ein wenig zu quatschen.
Gefangen haben wir kaum was, es bissen fast nur kleinere Fische an - zumindest bei uns. Ein benachbarter Angler hatte allerdings mehr Glück, als bei ihm ein gut vierzigpfündiger Lachs anbiss und uns ein wenig dumm dastehen ließ.
Da hatten wir genug und folgten Azhkahals Einladung in ein Fischereimuseum im Auenland - erstaunlich, was für Fische es alles gibt! Und wie groß diese Biester sein können! Dort hing ein 50pfünder an der Wand, der hätte mich wohl auf einen Happs verspeisen können. Irgendwie unheimlich.... ich musste an Drogo Beutlin und Primula Brandybock, Frodo Beutlins Eltern, denken, die bei einem Bootsunfall ums Leben kamen - hatte ein solches Monster damit zu tun?

Nachdem uns Theophanus verlassen hatte, setzten wir, also Azhkahal und ich, uns an ein nettes Plätzchen, und sprachen über (die meist schlechten) Neuigkeiten aus aller Welt. Dass es in den Ered Luin und im Breeland immer mehr Ärger mit Bilwissen gab, dass es viel Schlechtes unter den Menschen gibt, dass die Zwerge sich immer noch um die Sicherung der wiedergeöffneten Minen von Moria bemühen.... hierzu erfuhr ich, dass Azhkahal wohl zu einem der ersten Trupps gehörte, die Moria erreichten und betraten, und wie furchtbar die ersten Tage dort waren, umgeben von nichts als Fels, Dunkelheit und zerstörten Schmieden, den Klang tiefer Trommeln im Ohr, und im ständigen Warten auf einen Angriff von Orks oder gar noch schlimmeren Wesen.... es muss grauenhaft gewesen sein!

In der Zwischenzeit waren Tikks und ein paar Freunde (ich glaube Tunadan, Nienuial, Paldur, Rhallan und Nonan) selbst in Moria (das heute natürlich etwas anders aussieht als zu der Zeit von Azhkahals Ankunft) und gingen dort den Gerüchten über eine verborgene Schatzkammer nach. Sie fanden sie tatsächlich, aber sie waren nicht die ersten dort: Eine Menge Orks (und sogar mehrere Trolle!) kontrollierten diese Hallen und kämpften erbittert um jeden Fußbreit Boden. Und als die Schatzkammer endlich befreit war, fanden die Gefährten dort nichts von Wert.
Tief enttäuscht machten sich die sechs auf den Rückweg in die oberen Bereiche, verliefen sich aber hoffnungslos, sodass sie irgendwann gezwungen waren, die Große Treppe zu benutzen, wollten sie sich nicht irgendwann ohne Fackeln in der Dunkelheit wiederfinden. Allerdings ist die Große Treppe, wie man weiss, kein guter Ort, denn auch dort wimmelt es von Orks, Trollen, Wargen und anderem Getier. Aber die Freunde schlugen sich zäh und tapfer und schafften es sogar, auf dem Weg den einen oder anderen Orkanführer zu töten.
Als sie sich dann endlich nahe den oberen, mittlerweile befriedeten Bereichen von Khazad-Dum befanden, wähnten sie sich endlich in Sicherheit - doch leider führte ihr Weg durch eine große Halle, in der eine riesige Schindkröte hauste - Tikks erzählte mir, dass sie mindestens so groß war wie das ganze Groß-Smials in Buckelstadt!
Während sie noch ihr Vorgehen berieten, traf zu ihrem Glück noch eine weitere Gruppe Abenteurer an dieser Halle ein. Gemeinsam wagten sie den Kampf um Filikul, und tatsächlich schafften sie es, dem gigantischen Panzervieh den Garaus zu machen!

Puh, was für ein Tag.... ich bin froh, dass ihn alle heil überstanden haben!
(und ich werde demnächst mal wieder mit Azhkahal angeln gehen!)